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Freitag, 1. November 2019

Hämmi - das Regenbogenhörnchen des Monats November 2019

Manchmal entstehen ganz besondere Verbindungen zwischen Mensch und Tier, so eng, dass es die Betreffenden selbst nicht begreifen können. Die Liebe ist plötzlich da, so vertraut und so tief im Herzen drin, das der Schmerz beim Verlust imens ist. Dieses Hörnchen war etwas ganz Besonderes, vor allem für seinen Nussgeber.


Eckdaten:
  • Name: Hämmi
  • Lebenszeit: 2012 bis 2018
  • Geschlecht: männlich
  • Farbschlag: natur
  • Name der Nussgeber: Bettina und Maik
  • Letzte Ruhestätte: Hamburg, im Schrebergarten der Familie unter einem Johannisbeerstrauch



Wie kamen Bettina, Maik und Hämmi zusammen?

Bettina und Maik wohnen in einer Mietswohnung und wollten gerne ein Haustier. Da Hund und Katze nicht erlaubt waren, sammelten sie also Ideen, was denn für ein Kleintier denn für sie in Frage kam. Am Ende wurde es ganz klar: das Hörnchen.
Nachdem der Entschluss gefasst war, verging noch ein dreiviertel Jahr, bis es soweit sein sollte. Die ersten Eindrücke, was die beiden mit einem Hörnchen denn so alles erwartet, sammelten die beiden schon bei der Entscheidung, welches Tier denn bei ihnen einziehen sollte. Sie belasen sich im Internet und schauten viel auf Youtube rum, später legten sie sich Fachliteratur zu.
Maik plante den Bau der Voliere erst selber, verwarf diesen Plan irgendwann jedoch, weil er irgendwie nicht das Material fand, was er sich vorgestellt hatte. Und so ging er einen anderen Weg und fragte in einer Zoohandlung nach der größten Vogelinnenvoliere, die sie im Katalog zu bieten hatten, welche dann auch gekauft wurde. Frische Äste kamen aus dem Schrebergarten, Bretter für die ersten Häuschen kamen aus dem Baumarkt und so richtete Maik die Voliere Schritt für Schritt ein.


Hämmis Lebensgeschichte:

Hämmi wurde eine Stunde entfernt von Bettinas Tante in einem Zooladen entdeckt, die daraufhin direkt Bettina und Maik informierte, sie hätte ihr Hörnchen gefunden.

Die beiden machten sich also auf den Weg. Hämmi wirkte in der Zoohandlung aufgeregt, aber auch interessiert. Statt einer Transportbox, entschieden sich Bettina und Maik für ein Faunarium, welches Bettina die ganze Autofahrt hinüber gehalten hat. In dem Faunarium hatten sie Hämmi einen Schuh aus Stroh gelegt, in dem er sich verstecken konnte, wenn er wollte. Er war aufgeweckt und neugierig auf das, was ihn erwartete.
Zuhause angekommen, stellten Bettina und Maik das Faunarium in die große Voliere und ließen Hämmi die Zeit, die er brauchte, um anzukommen.

Hämmi hatte gefühlt eine Ewigkeit gebraucht, um das Faunarium zu verlassen. Er ist ein paar mal raus, aber auch wieder rein. Das endgültige Verlassen seines Transportmittels bekamen die beiden nicht mit, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht im Raum waren.


Der kleine gestreifte Herr hatte eine Vorliebe für Weintrauben. Zeitweise mochte er Cashew- und Pinienkerne immer wieder mal. Er hatte einen Plüschpinguin, mit dem er durch das Wohnzimmer kullerte. Gerne nutzte er auch einen Korb mit einem ausrangierten T-Shirt zum kuscheln, welcher in seiner Voliere hing.

Außerhalb der Voliere verbrachte Hämmi seine Zeit gerne in Maiks Gegenwart, mit ihm zu Balgen bereitete ihm viel Freude, aber Maik war auch sein Fluchtpunkt, wo er sich sicher fühlte.
Maik war für Hämmi sein ein und alles, durch Blickkontakt und angedeuteten Sprüngen, manchmal auch durch ein leichtes Zwicken in den Fingern signalisierte er ihm, wo er rauf, runter oder hin wollte. Auch hörte Hämmi auf Maiks Wort und kam zu ihm, egal, was er im Moment zuvor getan hatte.
In den Kapuzen von Maiks Pullovern schlief es sich auch besonders gut, dort fühlte sich der kleine Herr geborgen.
Bettina hingegen war eher "nur" geduldet.


Im Frühling und im Sommer war Hämmi lieb und sehr verspielt, gebunkert hat er aber fast das ganze Jahr über. Aggressiv wurde er ab Ende September oder Anfang Oktober. Das steigerte sich weiter bis Mitte Dezember, danach wurde er langsam wieder friedlicher. Zeitweise konnte man ihn leider kaum noch aus der Voliere lassen.


Vor dem Staubsauger hatte Hämmi sehr große Angst. Ansonsten war er furchtlos, wenn Maik an seiner Seite war - da konnte ihm auch Silvester und der Schützenfestumzug nichts anhaben!

Bettina und Maik wissen leider nichts über Hämmis Vergangenheit. Es ist vollkommen unbekannt, ob er als "Secondhand-Hörnchen" zu ihnen kam oder ob er von einem unerfahrenen Züchter stammt, der ihn zu spät von Mutter und Geschwistern getrennt hat. Jedenfalls fehlten ihm beide Ohrmuscheln, außerdem hatte er verheilte Bisswunden im Gesicht und am Bein. Zudem war Hämmi für seine Art ein Zwerg und Fliegengewicht.


Über die Zeit hinweg vertraute Hämmi Maik immer mehr, während er Bettina hingegen immer mehr ignorierte, außer im Herbst, in dem er ihr gegenüber aggressiver wurde.
Insgesamt gab es nur eine Veränderung in seinem Verhalten über die Jahre hinweg: in seinem letzten Winter hielt er tatsächlich Winterruhe.


Hämmis erste Voliere maß 120 x 175 x 80 cm, nach drei Jahren stellte Maik eine baugleiche Voliere dazu und verband diese miteinander.


Die Einrichtung bestand aus diversen Ästen, verschiedenformige Kästen, einer offenen Buddelkiste, eine Buddelkiste mit mehreren Kammern, diverse Korkrohre, zwei Körbe (hängend mit Shirts zum Kuscheln darin), ein großer Kasten mit mehreren Kammern, welchen Hämmi zum Schlafen bevorzugt hat und zwei Kokosnussbrücken, sowie drei vereinzelte hängende Kokosnüsse.
Um auch während des Herbstelns die Volieren zu pflegen, konnte Maik mit einem Brettchen zwischen den Volieren immer eine Voliere separat reinigen, ohne das Hämmi gestresst war.


Der kleine Herr hatte im Laufe seiner Zeit eine oberflächliche Augenverletzung, laut Tierarzt eine typische Meerschweinchenverletzung, verursacht durch das Wühlen im Stroh. Daraufhin wurde das Stroh aus der Voliere verbannt.

Aus seiner ersten und auch letzten Winterruhe erwachte Hämmi schon geschwächt. Bettina und Maik bemerkten leider auch viel zu spät, dass er plötzlich viel an Sehkraft verloren hatte. Sie peppelten ihn auf, soweit es ging. Das Hämmi fast blind war, fiel Maik erst auf, als  er ein zweites mal schwächer wurde und ihn optisch nicht mehr erkannte, sondern erst auf akustische Signale von Maik reagierte. Ein zweites Mal konnten die beiden Hämmi leider nicht mehr aufpeppeln.

An seinen letzten Tagen wurde Hämmi aus der Voliere geholt, Futter und Trinken wurden dicht für ihn bereit gestellt. Er machte es sich auch Bettina und Maik bequem und ließ sich den ganzen Tag streicheln, auch von Bettina, wobei er immer wieder eindöste. Hörten sie auf mit dem Streicheln, sah er die beiden verwundert an oder zwickte sie, als wollte er sie fragen, wieso sie aufhörten.
Schließlich schlief er bei den Streicheleinheiten endgütlig ein.

Hämmi fand seine letzte Ruhe unter einem Johannisbeerstrauch, im Schrebergarten der Familie.


Liebesgrüße an Hämmi:

Maik: "Ohne dich war die Wohnung so leer - ein Ort, an dem es mir schwer fiel, länger zu sein. Gerade, weil ja auch noch eins zum anderen kam. Loki füllt inzwischen das Vakuum aus. Zuhause ist wieder zuhause, aber dieses hibbelige, ungeduldige und freudige Rumgekletter am Volierengitter, wenn ich nach hause komme, bekommt Loki (noch?) nicht hin.
Ich vermisse dich, du warst mir wichtiger, als so mancher Mensch in meinem Umfeld."

Bettina: "Ich weiß, ich hab viele Fehler gemacht. Ich wünschte, wir hätten nochmal neu starten können. Ich vermisse dich, du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben."


Montag, 1. April 2019

Knöpfchen - das Regenbogenhörnchen des Monats April 2019

Jeder weiß, Träume sind etwas wunderbares. Und es ist wunderbar, wenn man seinen Traum verwirklichen und leben kann.
Die Geschichte dieses Regenbogenhörnchens beginnt mit dem Traum seiner Nussgeberin und erzählt von einem sehr zarten, feinen Band zwischen Hörnchen und Mensch.


Eckdaten des Hörnchens:

  • Name: Knöpfchen
  • Lebenszeit: 2016 bis 2018
  • Geschlecht: männlich
  • Farbschlag: weiß
  • Name des Nussgebers: Janine
  • Letzte Ruhestätte: Niedersachsen, im Garten von Janine unter einem Magnolienbaum


Wie kamen Janine und Knöpfchen zusammen?

Janine ist schon von klein auf an von Eichhörnchen fasziniert. Eine Schulfreundin von ihr hatte damals ein Streifenhörnchen. Nachdem Janine mit der Hamsterhaltung kein Glück hatte, suchte sie eine neue Herausforderung. Sie kam auf ihren Kindheitstraum zurück und begann, sich über die Eichhörnchenhaltung zu belesen. Aufgrund dessen, dass die Haltung sehr anspruchsvoll ist, rückte ihr Kindheitstraum erst einmal in weite Ferne. Doch sie erinnerte sich an ihre Schulfreundin und ihr Streifenhörnchen - von da an begann Janine, sich über "die kleinen Eichhörnchen" zu informieren, sie sog sprichwörtlich alles auf, was sie zu diesem Tier finden konnte. Schnell stand für sie fest, ein Streifi kommt ins Haus. Und es sollte ein weißes sein.

Von Beginn der Planung bis zum Einzug dauerte es ein knappes Jahr, Janine ging sehr gründlich vor. Sie informierte sich umfangreich, suchte den idealen Platz für die Voliere aus, plante diese und Zubehör wie Häuser, Näpfe und anderes wurden besorgt.

Da Knöpfchen von seinem vorherigen Zuhause schnell weg musste, bekam er vorübergehend eine gekaufte, große Vogelvoliere, die wenig später gegen die selbstgebaute Voliere ausgetauscht wurde.


Knöpfchens Lebensgeschichte:

Der Einzug von Knöpfchen verlief unproblematisch. Er kam per Kleintiertransport am 22. November 2016, morgens um 7.30 Uhr bei Janine an. Wie bereits erwähnt, kam Knöpfchen früher als geplant zu Janine, denn eigentlich wollte sie erst zum Frühjahr ein Hörnchen aufnehmen. Daher bekam Knöpfchen für den Übergang eine andere Voliere.
Er kam schnell aus seiner Transportbox heraus und erkundete erst einmal alles, um dann in einer Kiste direkt zu verschwinden. Er piepste die ganze Zeit.

Alle waren aufgeregt und wollten natürlich das neue Familienmitglied begutachten. Er steckte jedoch maximal die Nase aus seinem Versteck, für ihn war alles noch so neu und fremd, einfach zu viele Eindrücke auf einmal, die ihn stressten.
Hin und wieder kam er kurz aus seiner Kiste heraus, aber sobald er irgendwen hörte, versteckte er sich wieder.

Knöpfchen war kein einfaches Hörnchen und hat Janine viel Geduld abverlangt, die sie aber gerne für ihn aufbrachte.
Er war sehr schwierig, was das Futter anging, aber Himbeeren, Gurken und Pecanüsse waren bei ihm der Renner. Sehr gerne hat er auf einem Brett in der Voliere gesessen und der Familie in der Küche zugeschaut. Er lag auch sehr gerne auf seiner Schlafbox, um von dort oben aus alles ganz genau zu beobachten. Wenn er Auslauf hatte, saß er fast immer auf einer großen Fensterbank zwischen den Pflanzen, gelegentlich hat er von dort aus das Treiben im Hof verfolgt.


Trotz Janines Hingabe war Knöpfchen nie richtig zahm, doch sie war seine Bezugsperson. Betrat jemand anderes den Raum, verschwand er oder machte sich ganz klein.
Im Frühjahr 2017 wurde er zutraulicher, blieb auch mal sitzen, wenn man sich der Voliere näherte. Relativ schnell nahm er dann auch mal eine Haselnuss von der Hand, wobei er aber sehr darauf achtete, nur mit den Vorderpfoten die Hand zu berühren.

So lief es bis zum Winter, wo er schließlich began, später aufzustehen und früher schlafenzugehen. Wenn Janine ihn dann mal am Wochenende sah, war er wieder misstrauischer, wenn sie die Voliere öffnete und ihm eine Nuss anbot. Er verließ kaum noch sein eigenes Reich, war ganz im Winterblues.


Im Frühjahr 2018 wurde er wieder entspannter und war wie im Sommer zuvor. Ein einziges Mal kam er sogar gänzlich auf Janines Hand! Und gelegentlich ließ er sich ganz vorsichtig mit einem Finger streicheln.

Knöpfchen schenkte Janine und ihrer Familie im Frühjahr stundenlange Singkonzerte, Janine hatte das Gefühl, als wolle er den Vögeln draußen antworten. Er war ein Frühaufsteher im Sommer und turnte teilweise noch abends um 23 Uhr munter herum.

Auch im Winter hatte der weiße Herr sein Extrem: er war ein wahrer Bunkerkönig! Alles, was er an Nüssen und Futter bekam, wurde in der Voliere gebunkert. Aggressiv war er nie. Nur einmal gab es eine Meinungsverschiedenheit mit Janines Hund - dieser versuchte nämlich eine Nuss durch das Gitter herauszuziehen. Ein klares Pfui Pfui für Knöpfchen, der das natürlich gar nicht gut heißen konnte und den Hund durch das Gitter in die Nase zwickte.


Knöpfchen konnte, wie viele andere Hörnchen auch, den Staubsauger nicht leiden. Aber auch schaukelnde, bewegende Gegenstände in seiner Voliere mochte er nicht. Katzen knurrte er an.
Auch Frischfutter, wofür andere Hörnchen alles stehen und liegen lassen, hat ihn nicht wirklich interessiert. Vieles hat er minimal angenagt, aber meist hat er es nicht mal mit seinem flauschigen Allerwertesten angeschaut.
Veränderungen fand er auch doof, ebenso zu viele Dinge in seiner Voliere - ein spatanisches Hörnchen.

Aber Knöpfchen hatte definitiv auch seine Vorlieben: er war gerne stiller Beobachter. Er saß immer gerne auf einem bestimmten Brett, um den anderen bei ihrem Tun zuzuschauen. Auch der Platz, der einen guten Ausblick in den Hof bot, war von ihm gern besucht. Und manchmal, wenn er des Beobachtens müde wurde, rollte er sich ein und machte an diesen Orten ein kleines Nickerchen.


Er war ein eher scheues Hörnchen, welches nur sehr langsam auftaute.

Knöpfchens entgültige Voliere, die er wenige Wochen nach seinem Einzug bekam, war ein Eigenbau und maß 120x80x200 cm. Eigentlich war noch eine schöne große Außenvoliere geplant gewesen, leider konnte Knöpfchen diese aber nicht mehr erleben.


Die letzten Wochen vor seinem Tod wurde Knöpfchen etwas schlanker, da die Nüsse und das Hauptfutter aber jeden Tag weg waren, machte sich Janine keine Sorgen. Er war tagsüber nicht viel unterwegs, dafür aber des nachts. Da Janine und ihre Familie dieses Verhalten von ihm aber kannten und es phasenweise immer wieder mal vorkam, war es für sie nicht beunruhigend.

Der Tod selbst kam plötzlich und unerwartet.
Den Morgen, bevor er verstorben war, bekam Janine im Urlaub einen Anruf ihrer Schwester, das Knöpfchen nicht gefressen hatte, er aber draußen war und herumsprang, wie eh und je. Abends kam dann der traurige Anruf, man hatte Knöpfchen tot neben seiner Buddelkiste gefunden. Woran er verstorben ist, weiß Janine nicht.

Knöpfchen fand seine letzte Ruhe im Garten von Janines Familie, unter einer Magnolie.


Liebesgrüße an Knöpfchen:

Janine: "Ich würde ihm gerne sagen, dass er mein Seelenhörnchen war. Es war seit Kindertagen mein Traum, ein Eichhörnchen zu haben. Mit ihm konnte ich mir meinen Traum eines 'Mini-Eichhörnchens' erfüllen.


Gerne würde ich die Zeit zurückdrehen und ihn wieder in der Voliere oder auf der Fensterbank rumhüpfen sehen. Ich hoffe, er nimmt es mir von da oben nicht allzu sehr übel, dass seine Voliere jetzt von Flip bewohnt wird."

Donnerstag, 1. November 2018

Snoopy - das Regenbogenhörnchen des Monats November 2018

Ein Streifenhörnchen hat natürlich eine wesentlich kürzere Lebensspanne als ein Mensch. So kann es nur für eine gewisse Zeit ein Weggefährte sein, aber der Mensch ist für das Hörnchen sein ganzes Leben lang da. Im folgenden Beitrag könnt ihr von einem Hörnchen längst vergangener Tage lesen und wir bekommen einen Einblick, das auch jemand heute sehr Erfahrenes mit Hörnchen klein angefangen hat und dabei auch Fehler passieren. Doch im Leben gehört es auch dazu, sich Fehler einzugestehen, sich zu verzeihen und der großen Liebe den Raum zu geben, den sie braucht - und die Liebe zwischen Nussgeberin und Hörnchen steht hier ganz klar im Vordergrund!



Eckdaten des Hörnchens:

  • Name: Snoopy
  • Lebenszeit: 1997 bis 2004
  • Geschlecht: männlich
  • Farbschlag: natur
  • Name des Nussgebers: Eva
  • Letzte Ruhestätte: Hessen, im Garten von Evas Eltern


Wie kamen Eva und Snoopy zusammen?

Snoopy war gar nicht geplant - eigentlich sollte ein Hamster einziehen. Für den Hamster hatte Eva einen Käfig gebaut, der 50x50x100 cm maß, also für ein Streifenhörnchen völlig ungeeignet und für einen Hamster auch, wie Eva heute urteilt.
Jedenfalls machte sich Eva dann auf in die Zoohandlung, um den geplanten Hamster zu holen. Dort entdeckte sie Snoopy, in einem winzigen Aquarium und völlig panisch. Der Verkäufer erzählte, das es eigentlich zwei Hörnchen waren, aber eines wäre ihm beim Umsetzen entlaufen.
Es war Liebe auf den ersten Blick und so wählte Eva kein Hamster, sondern das gute alte GU Buch über Streifenhörnchen. Ein oder zwei Tage später holte sie Snoopy völlig unwissend und in falsche Haltung zu sich nach hause. Somit vergingen von der Planung bis zur Anschaffung nur zwei Tage und Eva hatte als Informationsquelle über Hörnchen nichts anderes, als dieses Buch (Internet war da ja noch nicht so nutzbar wie heute). Eva sagt offen, sie war ziemlich uninformiert.



Snoopys Lebensgeschichte:

Eva kann sich nicht mehr genau an den ersten gemeinsamen Tag erinnern, aber Snoopy war panisch, ängstlich und hat sich versteckt. Für beide waren die ersten Stunden wohl sehr aufregend.

Snoopy war ein Hörnchen, das sehr gerne gebunkert hat, aber er mochte ebenso das Chillen und aus dem Fenster schauen. Sein halbes Leben hat er in einem kleinen Ton-Blumentopf geschlafen, welchen Eva noch heute als Erinnerung aufgehoben hat.


Der gestreifte Herr war sehr scheu. Wenn er Auslauf hatte, ist er oft nicht wieder zurück in den Käfig, sondern hat sich hinter Schränken versteckt. Eva war eindeutig seine Bezugsperson, er wurde bei ihr langsam mutiger.


Im Frühling und Sommer war Snoopy aktiv und ein Hörnchen, wie es im Buche steht, ganz klassisch also. Im Herbst und Winter wurde dann fleißig gebunkert, aber er war nie aggressiv. Für mehrere Wochen hat er im Winter geschlafen und kam nicht einmal zum Fressen raus.


Insgesamt war Snoopy ein fittes Hörnchen und entwickelte zum Glück trotz unpassender Volierengröße keine Ticks. Wie jedes Hörnchen hatte aber auch er Angst vor dem Staubsauger. Mit den Jahren wurde er zutraulicher und ruhiger.

Wie bereits erwähnt, war die erste Voliere von Snoopy alles andere als optimal. Sie maß 50x50x100 cm und bot somit nicht den Platz, den er eigentlich benötigte.


Seine zweite Voliere, zuhause bei Evas Eltern, war dann schon etwas größer, mit 100x50x180 cm. Da Eva studierte, pendelte auch Snoopy mit und hatte dann bei Evas Unterkunft im Studium eine weitere Voliere, die 65x65x180 cm maß.
Seine Einrichtung bestand aus Ästen, Seilen, Hängematten, Häuschen, Buddelerde und natürlich seinem Ton-Blumentopf.

Snoopys letzter Tag war nicht absehbar und kam sehr plötzlich. Er war immer gesund, doch wurde er auch immer ruhiger. An einem Tag machte sich Eva Sorgen und besuchte mit ihm den Tierarzt. Leider verstarb Snoopy während der Untersuchung, wahrscheinlich wegen dem Stress. Der Tierarzt versuchte noch ihn wiederzubeleben, leider ohne Erfolg.

Eva bettete Snoopy im Garten ihrer Eltern zur Ruhe, neben dem Familienhund.


Liebesgrüße an Snoopy:

Eva: "Ich habe so viel falsch gemacht mit dir. Dein Käfig war viel zu klein. In deinem ersten Winterschlaf haben wir dich geweckt, weil wir dachten, du bist tot. Du musstest während meines Studiums immer wieder zwischen meinem Studienort und meiner Heimat hin und herreisen und hattest zwei Käfige. Ich würde das heute nicht mehr machen, aber ich glaube für dich war es ok, du hast dich immer sofort ganz normal verhalten. Durch dich bin ich zu den Streifis gekommen und habe seither Streifis (bis auf eine Auszeit von 1,5 Jahren). Ich kann es mir nicht mehr vorstellen, ohne solch einen gestreiften Kobold zu leben, danke, dass du die ganzen Fehler von mir tapfer mitgemacht hast.




Ich vermisse euch alle, die seither mit mir durchs Leben gegangen sind. Snoopy (7 Jahre), Idefix (1,5 Jahre), BamBam (4 Jahre), Pebbles (4 Jahre), Tira (3 Jahre), Chrispy (unbekannt), Snickers (1,5 Jahre) und Opi (9 Jahre).

Freitag, 3. August 2018

Herzlich Willkommen!

Schön, das du in den Blog gefunden hast!

Hier soll in Zukunft jeden Monat ein asiatisches/sibirisches Streifenhörnchen vorgestellt werden, mit all seinen Eigenarten und Liebenswürdigkeiten, die zu der kleinen Fellnase gehören!

Falls du zufällig über diesen Blog gestolpert bist, schau doch gerne in unserer große Runde auf Facebook vorbei, hier findet reger Austausch über alles statt, was im Leben der Gestreiften so zustande kommt!

Facebookgruppe Streifenhörnchen


Des weiteren sind hier auch spontane Beiträge möglich, zum Beispiel wie man eine Voliere bauen kann, was für Natur- und Hausmittelchen in der Notfallapotheke drin sind oder wie man den Hörnchen bei heißen Temperaturen Abkühlung verschaffen kann. Die bereits eingetragenen Reiter unter dem Blogtitel geben euch die Möglichkeit zu erahnen, was alles möglich wäre. Wenn ihr selbst tätig werden möchtet, etwas vorstellen oder erzählen möchtet, dann schreibt über die Facebookgruppe Iben Hazel an.

Noch nicht fest geplant sind Vorstellungen von Baumstreifenhörnchengruppen, sowie der Blick in ein gesamtes Leben eines bereits verstorbenen Streifenhörnchens.

Vielen Dank für das Interesse und viel Spaß beim Stöbern!