Freitag, 3. Januar 2020

Tagebuch eines Herbsthörnchens - Part 1

Was geht so in den Köpfen unserer Hörnchen vor sich, wenn der Herbst kommt? Genau werden wir es wohl nie erfahren... Ein kleiner Abstecher in Faras altes Herbsttagebuch.
 
 
 
 
23. September 2015

Erst wusste ich nicht, was mit mir los war.
Dieses Gefühl, was da aus meinem Bauch kam und immer stärker wurde. Doch als ich das erste Mal die Backen vollgestopft und das leckere Essen versteckt hab, spürte ich: ja, davon will ich mehr! Es ist so ein gutes Gefühl, so viel zu verstecken, ich kann nicht genug kriegen! Sonnenblumenkerne, Haselnüsse, Cashewkerne, Erdnüsse, Walnüsse... Ich brauche das alles! (Auch wenn ich noch nicht weiß wofür...)
Das Sammeln tut so gut, ich fühle mich wie im siebten Himmel...! Jeder, der mich von diesem Glücksgefühl abhält, den beiße ich! Wie können es die Leute auch wagen, mir MEIN Essen streitig zu machen? Oder mir nicht schnell genug zu geben?! Und dann erst meine Nussgeberin... Die muss mein Futter immer irgendwo reinstecken, wo ich gar nicht so leicht rankomme! In große Wollknäule, in zugeklebte Eierkartons oder in diese doofen Papprollen, die mir immer wegkullern, wenn ich an mein Futter will! Das regt mich auf! Vielleicht beiße ich sie deswegen jetzt so oft? Ich weiß nicht wieso, ich hab sie eigentlich lieb, ich darf manchmal bei ihrem Zwieback oder Früchtetee naschen, aber seit ich dieses Gefühl habe, muss ich ihr immer ins Gesicht springen oder ihre Finger und Arme beißen... Vielleicht mag mein Bauch sie nicht...? Eigentlich schade, seitdem treffe ich sie beim Ausgang nicht mehr und es gibt kein Tee oder Zwieback mehr für mich!
Mein Nussgeber hab ich vorher noch nicht so vertraut.. Aber mittlerweile ist er mir egal, ich laufe oft über ihn rüber, er gibt mir immer ganz viel Futter, manchmal lässt er sogar die ganze Dose offen für mich stehen, hihi! Der ist vielleicht doof, der weiß gar nicht wie lecker das alles ist!
Nachts träume ich von Futter. Oft stehe ich auf, obwohl es total dunkel ist, aber ich muss dann einfach zum Futter huschen und eine Ladung Körner in mein Häuschen schleppen. Außerdem esse ich noch eine große Portion, vielleicht gibt es ja bald kein Futter mehr? Ich muss mich gut rüsten!
Es wird immer schwieriger, sich die Verstecke zu merken... Hach, war ich immer schon so vergesslich? Ich versteh das nicht. Langsam wird das alles echt stressig, aber ich kann einfach nicht aufhören! Und dann noch meine Nussgeber, ich glaube die machen sich über mich lustig! Die nennen mich "Hörnchen of Doom", "Killerhörnchen", "Bunkerhörnchen" oder "Herbstmonster"! Was soll denn das? Und dann sagen die auch noch, das ich angebaut hätte, vonwegen Keller, Dachboden und so. Hallo? Ich hab ein Ein-Raum-Häuschen! Ja, ich hätte gerne einen geräumigen Keller und einen großen Dachboden, aber anscheinend übersteigt das meinen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbedarf an Quadratzentimetern...
Die haben so viel Platz! Wenn ich Ausgang habe, bunker ich auch dort viel Essen in kleine Ecken, aber das Essen klauen die mir immer wieder! Ich hab sie noch nicht dabei erwischt, aber ich bin mir sicher, das sie das sind! Meine Verstecke sind beim nächsten Mal immer leer und ich bin mir hörnchenprozentigsicher, das ich eine große Haselnuss schon zum vierten Mal versteckt habe! Die verarschen mich garantiert! Fühle ich mich deswegen vielleicht so anders? Sagt mir mein Bauch, das ich mich vor ihnen in Acht nehmen muss und vorsorgen muss für eine Zeit, in der sie mir vielleicht Böses wollen?
Ich werde wohl einfach abwarten müssen. Vielleicht gibt sich das ja auch bald, das sich meine Nussgeber wieder normal verhalten und ich mich dann auch wieder normal fühle.
Aber bis dahin.... muss ich Essen sammeln! Ich hab noch ein bisschen Platz in meinem Häuschen und mein Außenlager ist sehr geräumig.... Hihi!
Und ich beobachte jeden Abend meine Nussgeber.... ich habe sie ganz genau im Auge!!!

Fara

Sonntag, 1. Dezember 2019

Hörnchenparade zum Dezember 2019

Das Jahr ist fast vorbei, dieses Jahr machen wir zum ersten Mal zum Jahresabschluss die Hörnchenparade! :)
Vielen Dank an alle, die dabei sind!
Ich wünsche euch fröhliche Weihnachten und einen schönen Jahresabschluss, wir sehen uns 2020!



Paulchen (alias Stinker)
Äna Banäna: "Mein Seelenhörnchen und bester Freund - schmerzlich vermisst, unvergessen und für immer in meinem Herzen."



Opi
Eva Gestreift: "Opi kam als Omi mit sieben Jahren zu mir und wurde neun Jahre alt."



Cookie
Eva Gestreift: "Cookie - mein dreibeiniges Aggrohörnchen!"



Twix
Eva Gestreift: "Das wohl entspannteste Hörnchen der Welt - aus dem Tierheim, fünf oder sechs Jahre alt."



Crispy
Eva Gestreift: "Crispy kam ebenfalls aus dem Tierheim, ist aber leider ein halbes Jahr später an einem Tumor gestorben."



Snickers
Eva Gestreift: "Mein letztes Züchterhörnchen von 2014, leider nur eineinhalb Jahre alt geworden."



Tira
Eva Gestreift: "Von einer lieben Freundin aus der Schweiz nach Deutschland gebracht. Sie wurde vier Jahre alt."



Streifie
Iben Hazel: "Streifie war das Hörnchen meines Bruders, er kam nach seinem Tod zu mir. Er war früher immer sehr gewitzt, aber ohne meinen Bruder einfach nur traurig. Er folgte ihm drei Monate später über die Regenbogenbrücke."



Fara
Iben Hazel: "Auch sehr bekannt unter dem Namen Donnerhörnchen! Unsere Dame hatte immer sehr viel Temperament und hat sich ihren Spitznamen hart erarbeitet!"



Lissy
Kuba Kaa: "Lissy hat vor dem Leben bei uns in einem viel zu kleinen Käfig leben müssen. Bei uns konnte sie zum ersten Mal richtig klettern."



Fritz
Kuba Kaa: "Nachdem er seine Nüsse abgegeben hat, ist er immerhin nur noch drei vier Monate im Jahr gefährlich, keine zehn Monate mehr. :') "








Freitag, 1. November 2019

Hämmi - das Regenbogenhörnchen des Monats November 2019

Manchmal entstehen ganz besondere Verbindungen zwischen Mensch und Tier, so eng, dass es die Betreffenden selbst nicht begreifen können. Die Liebe ist plötzlich da, so vertraut und so tief im Herzen drin, das der Schmerz beim Verlust imens ist. Dieses Hörnchen war etwas ganz Besonderes, vor allem für seinen Nussgeber.


Eckdaten:
  • Name: Hämmi
  • Lebenszeit: 2012 bis 2018
  • Geschlecht: männlich
  • Farbschlag: natur
  • Name der Nussgeber: Bettina und Maik
  • Letzte Ruhestätte: Hamburg, im Schrebergarten der Familie unter einem Johannisbeerstrauch



Wie kamen Bettina, Maik und Hämmi zusammen?

Bettina und Maik wohnen in einer Mietswohnung und wollten gerne ein Haustier. Da Hund und Katze nicht erlaubt waren, sammelten sie also Ideen, was denn für ein Kleintier denn für sie in Frage kam. Am Ende wurde es ganz klar: das Hörnchen.
Nachdem der Entschluss gefasst war, verging noch ein dreiviertel Jahr, bis es soweit sein sollte. Die ersten Eindrücke, was die beiden mit einem Hörnchen denn so alles erwartet, sammelten die beiden schon bei der Entscheidung, welches Tier denn bei ihnen einziehen sollte. Sie belasen sich im Internet und schauten viel auf Youtube rum, später legten sie sich Fachliteratur zu.
Maik plante den Bau der Voliere erst selber, verwarf diesen Plan irgendwann jedoch, weil er irgendwie nicht das Material fand, was er sich vorgestellt hatte. Und so ging er einen anderen Weg und fragte in einer Zoohandlung nach der größten Vogelinnenvoliere, die sie im Katalog zu bieten hatten, welche dann auch gekauft wurde. Frische Äste kamen aus dem Schrebergarten, Bretter für die ersten Häuschen kamen aus dem Baumarkt und so richtete Maik die Voliere Schritt für Schritt ein.


Hämmis Lebensgeschichte:

Hämmi wurde eine Stunde entfernt von Bettinas Tante in einem Zooladen entdeckt, die daraufhin direkt Bettina und Maik informierte, sie hätte ihr Hörnchen gefunden.

Die beiden machten sich also auf den Weg. Hämmi wirkte in der Zoohandlung aufgeregt, aber auch interessiert. Statt einer Transportbox, entschieden sich Bettina und Maik für ein Faunarium, welches Bettina die ganze Autofahrt hinüber gehalten hat. In dem Faunarium hatten sie Hämmi einen Schuh aus Stroh gelegt, in dem er sich verstecken konnte, wenn er wollte. Er war aufgeweckt und neugierig auf das, was ihn erwartete.
Zuhause angekommen, stellten Bettina und Maik das Faunarium in die große Voliere und ließen Hämmi die Zeit, die er brauchte, um anzukommen.

Hämmi hatte gefühlt eine Ewigkeit gebraucht, um das Faunarium zu verlassen. Er ist ein paar mal raus, aber auch wieder rein. Das endgültige Verlassen seines Transportmittels bekamen die beiden nicht mit, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht im Raum waren.


Der kleine gestreifte Herr hatte eine Vorliebe für Weintrauben. Zeitweise mochte er Cashew- und Pinienkerne immer wieder mal. Er hatte einen Plüschpinguin, mit dem er durch das Wohnzimmer kullerte. Gerne nutzte er auch einen Korb mit einem ausrangierten T-Shirt zum kuscheln, welcher in seiner Voliere hing.

Außerhalb der Voliere verbrachte Hämmi seine Zeit gerne in Maiks Gegenwart, mit ihm zu Balgen bereitete ihm viel Freude, aber Maik war auch sein Fluchtpunkt, wo er sich sicher fühlte.
Maik war für Hämmi sein ein und alles, durch Blickkontakt und angedeuteten Sprüngen, manchmal auch durch ein leichtes Zwicken in den Fingern signalisierte er ihm, wo er rauf, runter oder hin wollte. Auch hörte Hämmi auf Maiks Wort und kam zu ihm, egal, was er im Moment zuvor getan hatte.
In den Kapuzen von Maiks Pullovern schlief es sich auch besonders gut, dort fühlte sich der kleine Herr geborgen.
Bettina hingegen war eher "nur" geduldet.


Im Frühling und im Sommer war Hämmi lieb und sehr verspielt, gebunkert hat er aber fast das ganze Jahr über. Aggressiv wurde er ab Ende September oder Anfang Oktober. Das steigerte sich weiter bis Mitte Dezember, danach wurde er langsam wieder friedlicher. Zeitweise konnte man ihn leider kaum noch aus der Voliere lassen.


Vor dem Staubsauger hatte Hämmi sehr große Angst. Ansonsten war er furchtlos, wenn Maik an seiner Seite war - da konnte ihm auch Silvester und der Schützenfestumzug nichts anhaben!

Bettina und Maik wissen leider nichts über Hämmis Vergangenheit. Es ist vollkommen unbekannt, ob er als "Secondhand-Hörnchen" zu ihnen kam oder ob er von einem unerfahrenen Züchter stammt, der ihn zu spät von Mutter und Geschwistern getrennt hat. Jedenfalls fehlten ihm beide Ohrmuscheln, außerdem hatte er verheilte Bisswunden im Gesicht und am Bein. Zudem war Hämmi für seine Art ein Zwerg und Fliegengewicht.


Über die Zeit hinweg vertraute Hämmi Maik immer mehr, während er Bettina hingegen immer mehr ignorierte, außer im Herbst, in dem er ihr gegenüber aggressiver wurde.
Insgesamt gab es nur eine Veränderung in seinem Verhalten über die Jahre hinweg: in seinem letzten Winter hielt er tatsächlich Winterruhe.


Hämmis erste Voliere maß 120 x 175 x 80 cm, nach drei Jahren stellte Maik eine baugleiche Voliere dazu und verband diese miteinander.


Die Einrichtung bestand aus diversen Ästen, verschiedenformige Kästen, einer offenen Buddelkiste, eine Buddelkiste mit mehreren Kammern, diverse Korkrohre, zwei Körbe (hängend mit Shirts zum Kuscheln darin), ein großer Kasten mit mehreren Kammern, welchen Hämmi zum Schlafen bevorzugt hat und zwei Kokosnussbrücken, sowie drei vereinzelte hängende Kokosnüsse.
Um auch während des Herbstelns die Volieren zu pflegen, konnte Maik mit einem Brettchen zwischen den Volieren immer eine Voliere separat reinigen, ohne das Hämmi gestresst war.


Der kleine Herr hatte im Laufe seiner Zeit eine oberflächliche Augenverletzung, laut Tierarzt eine typische Meerschweinchenverletzung, verursacht durch das Wühlen im Stroh. Daraufhin wurde das Stroh aus der Voliere verbannt.

Aus seiner ersten und auch letzten Winterruhe erwachte Hämmi schon geschwächt. Bettina und Maik bemerkten leider auch viel zu spät, dass er plötzlich viel an Sehkraft verloren hatte. Sie peppelten ihn auf, soweit es ging. Das Hämmi fast blind war, fiel Maik erst auf, als  er ein zweites mal schwächer wurde und ihn optisch nicht mehr erkannte, sondern erst auf akustische Signale von Maik reagierte. Ein zweites Mal konnten die beiden Hämmi leider nicht mehr aufpeppeln.

An seinen letzten Tagen wurde Hämmi aus der Voliere geholt, Futter und Trinken wurden dicht für ihn bereit gestellt. Er machte es sich auch Bettina und Maik bequem und ließ sich den ganzen Tag streicheln, auch von Bettina, wobei er immer wieder eindöste. Hörten sie auf mit dem Streicheln, sah er die beiden verwundert an oder zwickte sie, als wollte er sie fragen, wieso sie aufhörten.
Schließlich schlief er bei den Streicheleinheiten endgütlig ein.

Hämmi fand seine letzte Ruhe unter einem Johannisbeerstrauch, im Schrebergarten der Familie.


Liebesgrüße an Hämmi:

Maik: "Ohne dich war die Wohnung so leer - ein Ort, an dem es mir schwer fiel, länger zu sein. Gerade, weil ja auch noch eins zum anderen kam. Loki füllt inzwischen das Vakuum aus. Zuhause ist wieder zuhause, aber dieses hibbelige, ungeduldige und freudige Rumgekletter am Volierengitter, wenn ich nach hause komme, bekommt Loki (noch?) nicht hin.
Ich vermisse dich, du warst mir wichtiger, als so mancher Mensch in meinem Umfeld."

Bettina: "Ich weiß, ich hab viele Fehler gemacht. Ich wünschte, wir hätten nochmal neu starten können. Ich vermisse dich, du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben."


Dienstag, 1. Oktober 2019

Frida - das Hörnchen des Monats Oktober 2019

Eckdaten:
  • Name: Frida
  • Alter/Geburtstag: unbekannt
  • Geschlecht: weiblich
  • Farbschlag: natur
  • Gewicht: 104 g
  • Herkunft: Tierheim
  • Haltung: Innenhaltung
  • Wohnhaft in: Schweiz


Zu den Nussgebern:

Frida lebt bei Melanie und René und ist deren drittes Streifenhörnchen. Beide arbeiten Vollzeit, da jedoch immer einer der beiden zuhause ist, bekommt Frida fast täglich Auslauf. Noch ist nicht klar, ob sie einen der beiden lieber mag, dafür lebt die Dame noch nicht lange genug bei den beiden.



Das Leben zuvor:

Frida kommt aus dem Tierheim und wurde in der Gruppe 'Streifenhörnchen Vermittlung von Notfellchen' vorgestellt. Dort haben Melanie und René sie entdeckt, am 5.8.2018 holten sie die gestreifte Dame über Eva Gestreift zu sich.


Zur Voliere:
  • Höhe: 200 cm
  • Breite: 70 cm
  • Länge: 180 cm

Das Eigenheim von Frida hat René selbst gebaut, da er Schreiner ist. Gedauert hat das ganze drei Tage und hat ungefähr 200 bis 300 Franken (185 bis 275 Euro) verschlungen. Die Voliere besteht aus OSB-Platten und Maschendraht, als Einrichtung stehen der gestreiften Dame ein Baumstamm mit Höhle, Korkröhren, Äste, eine Buddelkiste mit Kokoserde, sowie verschiedene Kuschelmatten und drei Häuschen auf unterschiedlichen Höhen. Der Boden ist mit Hanfstreu ausgestattet, zum Nisten bevorzugt Frida Toilettenpapier.
Das Hanfstreu wird zwei mal im Jahr gewechselt, die Häuschen werden im Frühling gesäubert.


Frida genießt viel Freiraum bei ihren Nussgebern, sie besitzt ein eigenes Zimmer, in dem sie jederzeit Auslauf hat. Hier stehen ihr auch noch ein Katzenbaum, ein Kuschelbett, eine Korkröhre und ein paar Kuscheltiere zur Verfügung.
Für den größeren Auslauf darf Frida über den Flur auch in das Wohnzimmer, hier verbringt sie auch die meiste Zeit ihres Auslaufes.


Im Wohnzimmer steht außerdem noch ein großes Aquarium, unter dem Frida eine 'Ferienwohnung' besitzt und falls sie nicht dort chillen möchte, kann sie auch noch in ihrer eigenen Villa im Wohnzimmer rumtoben oder auf ihrem geliebten Chillturm mit den Herzkissen.



Speiseplan:

Melanie und René haben sich die Mühe gemacht und zu Beginn jede mögliche Saat einzeln bestellt, um herauszufinden, was Frida mag und was nicht. Das Ergebnis daraus ist eine Mischung ihres Futters. Es wird in Einzelsaaten bestellt und für sie zurecht gemischt. Das beinhaltet aktuell Baumsaaten, Buchweizen, Dari, Hagebuttenkerne, Hanf, Kardi, Leinsaat, Mariendistel, Melonenkerne, Nackthafer, Sonnenblumenkerne in XL gestreift und in weiß, sowie Wacholderbeere und Weißdorn.


An Nüssen bekommt die Hörnchendame täglich abwechselnd Baumnüsse, Erdnüsse, Haselnüsse, Pinienkerne und Kürbiskerne, mal von der Hand, mal aus dem Napf. An Obst und Gemüse mag sie Äpfel, Trauben, Cherrytomaten, Gurken, Blaubeeren, Erdbeeren, Karotten, Bananen und Johannisbeeren. Ihren Bedarf an Proteinen deckt Frida mit Mehlwürmern. Als Extra zum Knabbern hat sie einen Maiskolben und eine Sonnenblumenblüte

Der Napf wird täglich erneuert, während des Auslaufes bekommt Frida abwechselnd Obst und Gemüse zu futtern.


Charakter des Hörnchens:

Frida ist ein tollpatschiges Hörnchen. Sie kann auf dem Couchtisch gehen und rutscht dann einfach mal ab, weil sie zu nahe am Rand spazierte. Das passiert ihr auch auf dem Sofa oder ihren Häuschen.
Wenn die Dame mal ihre fünf Minuten hatte, ruht sie sich im Anschluss am liebsten auf ihren Herzkissen aus oder geht in ihre Ferienwohnung, um dort ein kleines Nickerchen zu machen. Ihr tägliches Ritual ist es, sich in ihrer Buddelkiste zu wälzen.


Als Frida zu den beiden zog, war sie sehr misstrauisch, bei schnellen Bewegungen bekamen Melanie und René dies auch zu spüren, denn sie zwickte sie in Hände und Füße. Demnach versuchten die beiden zu Beginn, so wenig wie möglich Hände und Füße zu bewegen, wenn Frida bei ihnen war. Seit ein paar Monaten gab es keine Angriffe mehr und Frida wirkt entspannter. Anfassen ist aber noch immer ein no go für das Hörnchen.


Frida hat kein Lieblingsspielzeug, aber ihre Lieblingsbeschäftigung ist definitiv das Chillen auf ihren Herzkissen im Wohnzimmer, dies ist auch ihr favorisierter Platz außerhalb der Voliere. In der Voliere liebt sie ihre Buddelkiste.



Der Staubwedel ist für Frida das personifizierte Böse! Diesen Vorteil nutzen Melanie und René, falls sie sich vor einem Angriff der Dame schützen müssen.


Krankenakte Streifenhörnchen:

Frida hat ein Leiden in der Wirbelsäule, welche an drei Punkten zusammen wächst. Dies kann, je nach Bewegung, Muskeln einklemmen und verursacht Schmerzen. Je nach Bedarf bekommt Frida Schmerzmittel, leider ist das ganze nicht heilbar.
Wenn Frida einen Schub hat, ruht sie sich etwas länger aus. Danach jedoch rennt sie herum, als wenn nichts gewesen wäre.
Der Besuch zur Diagnose beim Tierarzt lief zum Glück ruhig und entspannt ab und kostete rund 140 Franken (128 Euro).


Das Hörnchen im Frühling/Sommer:
 
Frida gehört nicht zu der zwitschernden Sorte Hörnchen. Im Sommer steht sie gegen 7.30 Uhr auf und geht gegen 16.30/17.30 Uhr wieder schlafen. Hin und wieder gönnt sie sich auch ein Mittagsschläfchen, Auslauf hat sie fast täglich.


Das Hörnchen im Herbst/Winter:
 
Frida ist eine wahre Bunkerkönigin! Sie bunkert gerne und sehr viel!

Letztes Jahr verbrachte sie ihren ersten Herbst bei Melanie und René, da war sie sehr am herbsteln und biss durchaus auch mal in den Fuß und ließ nicht mehr los. Am intensivsten reagierte sie, wenn die beiden an ihrem Zimmer vorbeiliefen. Dann sauste sie blitzschnell auf ihre Nussgeber zu und attackierte deren Füße. Zum Schutz benutzten die beiden einen Staubwedel, den sie schützend vor die Füße hielten, in den Frida stattdessen hinein biss.
Zu Beginn dieser heißen Phase hatten Fridas Nussgeber schon Angst, aber aus Respekt vor ihrer Aggression. Im Laufe der Zeit versuchten die beiden, ihr so wenig wie möglich Grund zum Angriff zu geben, diese Taktik zahlte sich aus, denn die Attacken ließen nach und es folgten keine Angriffe mehr.

Trotz ihrer Aggression durfte Frida ihre volle Zeit an Auslauf nutzen. Die Voliere wurde dann gereinigt, wenn sie schlief. An ihren Wach- und Schlafrhythmus hat sich, trotz Herbst und Winter, nichts geändert.


Amüsantes rund ums Hörnchen:

  • Wie Frida zu ihrem Namen kam, ist unbekannt, Melanie und René haben ihn so übernommen
  • Fridas Spitznamen lauten Püps und Striali (schweizerdeutsch), Püps entstand einfach so, Stirali, da sie überall hinaufklettern muss und ständig etwas ausheckt
  • Beschreibe dein Hörnchen in einem Wort: liebevoll "Tollpatschig!"
  • "Mein Streifi hat eine außergewöhnliche Vorliebe für... alles Ungesunde, was die Menschen essen!"
  • Eine Geschichte aus dem Nähkästchen: "Erst letztens klaute Frida einen Cookie mit Schokolade gefüllt. Als sie davonrennen wollte mit dem Cookie im Mund, stolperte sie über den Sofaspalt und überschlug sich, jedoch ließ sie nicht los. Als ich den Cookie endlich halten konnte, hing Frida immer noch am Cookie. Ich musste sie mit der Fernbedienung wegstupsen, bis sie endlich los ließ."
  • "Wenn es ein Buch oder Film über mein Streifi geben würde, wäre der Titel: 'Frida, die Kletterkönigin' "
  • Der lustigste Moment mit dem Hörnchen: "Wenn zwei Erwachsene auf dem Sofa sitzen und die Hände hochmachen, damit Frida nicht angreift."
  • Fridas letzter gebunkerter Wintervorrat belief sich auf 3620 Gramm - mit dieser Menge gewann sie die Wiege-Challenge im Frühjahr 2019!

Liebesgrüße:

Melanie: "Ich liebe mein Hörnchen, weil sie einem den Tag versüßst!"



Sonntag, 1. September 2019

Skippy - das Hörnchen des Monats September 2019

Eckdaten:
  • Name: Skippy
  • Alter/Geburtstag: 3 Jahre / Mai 2017
  • Geschlecht: weiblich
  • Farbschlag: natur
  • Gewicht: ca.110g
  • Herkunft: Zoohandlung Kölle Zoo
  • Haltung: Innenhaltung
  • Wohnhaft in: Sachsen-Anhalt


 Zu den Nussgebern:

Skippy ist das erste Hörnchen von Sabrina und Mario und lebt mit ihnen und einem Dackelwelpen zusammen. Sabrina und Mario arbeiten beide Vollzeit im Schichtdienst, dennoch hat Skippy zwei mal am Tag großen Auslauf. Auf den Welpen ist Skippy schon neugierig und schnuppert beim Freilauf dort, wo der Dackel vorher saß oder lief.



Die Voliere:
  • Höhe: 200 cm
  • Breite: 100 cm
  • Länge: 150 cm

Das Reich der gestreiften Dame ist ein Zusammenbau aus einer gekauften Voliere aus der Tierhandlung und selbstgebauten Bestandteilen, die aus dem Baumarkt stammen.
Ausgestattet ist Skippys Eigenheim mit Haselnussästen, Kuschelhöhlen, Buddelkiste mit Sand, Gooliwoogpflanze, einige Kokosnüsse, Naturholzsysteme und feinem Einstreu. Zum Nisten bevorzugt sie Taschentücher.

Ihre Voliere steht im Wohnzimmer, wo auch ihr Auslauf stattfindet, zudem darf sie sich auch im Esszimmer frei bewegen. Außerhalb ihrer Voliere hat Skippy Kuschelnester auf der Essbank und der Couch.

Einmal in der Woche wird ihre Voliere gereinigt, einmal im Monat ihr Einstreu gewechselt


Speiseplan:

Das Grundfutter für Skippy kommt von JR Farm, Hörnchenschmaus. Sie bevorzugt vor allem Sonnennlumen- und Kürbiskerne, aber auch Haselnüsse liebt sie.




Zum Frischeangebot sagt die Dame auch nicht nein und vertilgt mit Freuden Apfel, Brombeere, Erdbeere, Johannesbeere, Melone Gurke oder was ihre Nussgeber sonst so Feines anbieten. Ihre Proteine bezieht Skippy von Mehlwürmern.
Als Extras winken Hagebutten, Löwenzahn, Tannenzapfen, Gooliwoog und Walnüsse. Je nach Jahreszeit kommen auch gesammelte Leckereien aus Wald und Wiesen auf den Tisch. Zum Knabbern hat Skippy Haselnussäste.



Ihr Futter wird täglich erneuert, außerdem kann sie sich auch beim Auslauf sicher sein, von ihren Nussgebern verwöhnt zu werden.


Charakter des Hörnchens:

Skippy ist eine entspannte Hörnchendame und chillt gerne an ihren Lieblingsplätzen auf der Essbank oder der Couch auf einem Kissen, welche auch zu ihren liebsten Plätzen außerhalb der Voliere gehören. Sie mag Suchspiele - natürlich wird nach Nüssen und Körnern gesucht - und  spielt selbst auch gerne Verstecken. Die Dame ist sehr reinlich, Skippy ist stubenrein und geht immer auf ihre Hörnchentoilette! Wenn Sabrina und Mario mal Pause machen, gönnt auch sie sich ein Mittagsschläfchen.



Hört Skippy es rascheln und knistern, ist sie aber sofort zur Stelle, denn vielleicht gibt es ja etwas zu futtern... Am liebsten spielt sie mit ihrem Kuscheleichhörnchen oder dem Katzentrinkbrunnen.



Streicheleien sind für sie okay, wenn sie gerade etwas isst, zudem kommt Skippy auf die Hand und klettert auf einem rum. Artig geht sie aufs Wort in ihre Voliere, wird dafür aber auch gut entlohnt mit einer Leckerei. In der Voliere ist ihr liebster Platz entweder in einem Kuschelnest oder einer der Kokosnüsse.



Klettern und toben ist für Skippy das Tollste, aber auch im Flusenteppich Nüsse und Körner verstecken mag sie sehr. Hin und wieder gesellt sie sich auch zu ihren Nussgebern und schaut mit ihnen Fernseher.


Der größte Feind von Skippy ist auf jeden Fall der Staubsauger!


Das Hörnchen im Frühling/Sommer:

Skippy sorgt für gute Unterhaltung in den warmen Monaten. Von März bis Ende Juni zwitschert sie einmal im Monat, feste Zeiten am Tag hat sie dafür nicht, man kann sie dann rund um die Uhr bei irgendwelchen Tätigkeiten hören.

Das Hörnchen im Herbst/Winter:

Wenn es kälter wird, dann ist für Skippy allerhöchste Zeit zum sammeln! Es wird gebunkert, was die Backen tragen können. Ihre Vorräte versteckt sie in den Kokosnüssen, im Holztunnel, den Nestern oder auch mal auf der Fensterbank oder in der Couch. Dabei ist sie hin und wieder etwas aggressiv, aber nicht schwerwiegend. Solange Sabrina und Mario der Voliere nicht zu nahe kommen, bleibt Skippy ruhig.
Ihre Nussgeber gehen entspannt mit ihrem Herbsteln um, wodurch auch das Hörnchen entspannt bleibt, denn mit jedem Jahr ist Skippy beim Herbsteln ruhiger.
Sie weiß, dass Sabrina ihre Vorräte nicht anfässt, wenn diese die Voliere reinigt, daher ist auch die Pflege kein Problem.

Skippy schläft nicht durchgängig, es kommt zwar hin und wieder vor, dass sie einen Tag komplett verschläft, aber in der Regel ist sie von 9 bis 17 Uhr wach. Ihr Winter geht von Ende November bis Ende Februar.

Amüsantes rund ums Hörnchen:
  • Sabrina fand den Namen Skippy schon immer toll und als dann das Hörnchen einzog, war es perfekt - denn Hörnchen klettern, springen und machen gerne mal Unfug
  • Skippys Spitznamen lauten Skipple, Skippchen
  • Beschreibe dein Hörnchen in einem Wort: "Zuckersüß!"
  • "Mein Streifi hat eine außergewöhnliche Vorliebe für... Beeren, Nüsse und Zimmerpflanzen ausgraben."
  • Eine Geschichte aus dem Nähkästchen: "Bei dem Arrest, wo sie sich erstmals an die Voliere gewöhnen sollte,hatten wir eine kleine Klappe bei den Näpfen, die nicht richtig verschlossen war und als wir von der Arbeit kamen, war Skippy fort und wir bemerkten, dass die Klappe offen war. Sie saß dann unter der Couch und abends, als der Hunger kam, rannte sie zum Glück wieder in die Voliere rein. Ende vom Lied: der Petersilientopf auf der Fensterbank war komplett aufgewühlt und die Erde eher um den Topf, als in dem Topf.
  • "Wenn es ein Buch oder Film über mein Streifi geben würde, wäre der Titel: 'Skippy Jones' - mit der Titelmelodie von Indiana Jones!"
  • Der lustigste Moment mit dem Hörnchen: "Wenn man mal nicht aufpasst und die leidtragende Petersilienpflanze ausgegraben wird..."
  • Skippys zuletzt gewogener Bunkervorrat brachte fünf Kilo auf die Waage.

Liebesgrüße:

Sabrina: "Ich liebe mein Hörnchen, weil es vom ersten Tag an bis heute einem immer noch Freude bereitet, Wir lieben unsere kleine 'Maus' von ganzem Herzen und genießen jeden Tag mit ihr. Nie im Leben würde ich sie jemals abgeben. Sie ist Teil der Familie."

Donnerstag, 1. August 2019

Kasimir - das Hörnchen des Monats August 2019

Eckdaten:
  •  Name: Kasimir
  • Alter: unbekannt
  • Geschlecht: männlich
  • Farbschlag: natur
  • Gewicht: unbekannt
  • Herkunft: Notfellchen aus Belgien
  • Haltung: Innenhaltung
  • Wohnhaft in: Deutschland


 Zur Nussgeberin:

Kasimir ist bei Sylvia zuhause und ihr sechstes Hörnchen, aber das erste männliche. Da Sylvia Frührentnerin ist, hat Kasimir den ganzen Tag Auslauf. Er teilt sich sein Revier noch mit vier Kaninchen, was aber reibungslos klappt.


...das Leben zuvor:
Ursprünglich lebte Kasimir wohl in Belgien unter schlechten Bedingungen, zusammen mit einem Weibchen. Eine liebe Tierschützerin rettete ihn, das Weibchen wurde ebenfalls gut untergebracht.
Sylvia wurde über die Facebookgruppe der Hörnchenvilla auf ihn aufmerksam, in der ein neuer Platz für ihn gesucht wurde.
Zuvor hieß Kasimir Hörnchen.


Zur Voliere:
  • Höhe: 200 cm
  • Länge: 100 cm
  • Breite: 100 cm

Kasimir hat die Voliere von Körnchen geerbt, das Regenbogenhörnchen kam damals mit ihrer Voliere zu Sylvia.
Die Voliere besteht aus Holz und Volierendraht, als Einrichtung hat Kasimir Äste, Hängematten, Häuschen, Körbe, ein Strohhaus, ein Vogelhaus, Brücken, ein Seil, Kokosnüsse, ein Stoffkegel, ein Eimer mit Futter und eine Nippeltränke (da er keinen Wassernapf mag).
Als Einstreu hat der gestreifte Herr eine Mischung aus Kleintierstreu und Waldbodenmischung. Zum Nisten nutzt er Küchenrolle und Klopapier.

Seine Voliere steht im Schlafzimmer, Auslauf hat er in der gesamten Wohnung. Alle paar Wochen werden die Flächen in der Voliere gereinigt, im Frühjahr gibt es den obligatorischen Frühjahresputz, eine komplette Grundreinigung. Ansonsten wird je nach Bedarf mal Hand angelegt und sauber gemacht.

Kasimir hat auch innerhalb der Wohnung viele Möglichkeiten durch extra Einrichtungsgegenstände für ihn. Es gibt Röhren, Körbe, eine Korkbrücke, verschiedene kleine Schälchen mit Futter, einen Kratzbaum und einen ausgehöhlten Baumstamm. So hat er immer gut zu tun und hat in jedem Raum etwas zum Tüdeln.


Speiseplan:

Das Futter für Kasimir kommt von Ricos Futterkiste, hier gibt es zwei verschiedene Papageienmischungen für ihn. Zusätzlich dazu noch Baumsaatenmischung und Kürbiskerne, welche er auch gerne aus der Hand nimmt.

Herr Horn ist nicht wählerisch bei den Nüssen, er nimmt dankbar alles,was Sylvia ihm anbietet. Von der Mandel, über Haselnuss, Cashew oder Erdnuss, er freut sich! Pinienkerne bekommt er im Zapfen, Walmüsse reicht seine Nussgeberin ihm angeknackt.

So gut wie Kasimir bei den Nüssen zugreift, so schlecht sieht es beim Obst und Gemüse aus. Hin und wieder nimmt er mal ein bisschen Weintraube, mal beißt er kurz in einen Apfel, Heidelbeere oder Brombeere... Aber wirklich essen tut er es nicht. Sylvia vermutet, dass er das nie in seinem früherigen Zuhause kennen gelernt hat und deswegen scheut. Da er nicht probierfreudig ist, lässt er sich auch schwer überzeugen, mal etwas Neues zu probieren.


Ebenso schlecht sieht es mit dem Lebendfutter aus. Lebendige Mehlwürmer mag Kasimir überhaupt nicht, von den getrockneten beißt er höchstens ein Stückchen ab.

Sylvia füllt die Futterstellen je nach Bedarf auf. Die Chälchen in der Wohnung mit dem verschiedenen Futter stehen gezielt dafür da, damit Kasimir sich wie in der Natur selbst sein Futter zusammen sucht.


Charakter des Hörnchens:

Kasimir ist nicht sehr kletter- und springfreudig, er probiert auch nicht gerne aus. Sylvia führt auch das auf seine vorherige, schlechte Haltung zurück.
Er kann stundenlang in seinem Korb am Wohnzimmerfenster sitzen und die Welt beobachten.


Zwischendurch macht er dann seine Runde durch den Flur und das Schlafzimmer, einmal quer durch die Voliere, anschließend oben drüber, auf die Brücke am Fenster und manchmal ist auch ein kleiner Abstecher auf dem Baumstamm auf den Schrank drin. Es ist wie ein kleines Ritual, in dem er seine Umgebung abcheckt.
Morgens mag Kasimir es, wenn Sylvia zu ihm kommt, wenn er in seinem Körbchen im Fenster sitzt, sie ihm über den Kopf streichelt und Guten Morgen sagt. Dann zwickt er sie sanft zur Begrüßung.


Kasimir hat  außerdem einen Faible für Zeitungen, die er sehr gernze zerlegt. Neben dem täglichen Köpfchen streicheln flitzt er auch mal gerne über Sylvias Beine.

Isngesamt ist der gestreifte Herr ein sehr ruhiger Zeitgenosse. Er spielt nicht wirklich viel, hat kein Lieblingsspielzeug. Aber er sitzt sehr gerne im Fenster in seinem Korb und schaut dem Treiben der Welt zu, auch auf dem großen Baumstamm im Wohnzimmer vertreibt er sich gerne die Zeit.



Das Hörnchen im Frühling/Sommer:

Wenn die Tage lang werden, steht Kasimir zwischen 6 und 6.30 Uhr auf. Zu Bett geht er meist zwischen 17 und 18 Uhr, aber hin und wieder lässt er sich auch danach noch mal blicken. Spätestens um 20.30 Uhr ist er aber definitiv im Bettchen.
Manchmal gönnt er sich auch ein Mittagsschläfchen, aber legt sich da nicht auf eine Zeit fest.
Ansonsten ist er entspannt, zwitschert nicht und hat den ganzen Tag Auslauf.


Das Hörnchen im Herbst/Winter:

Kasimir ist ein kleiner Bunkerkönig! Er sammelt, was das Zeug hält und bunkert, wo er nur kann, vom Bücherregal, bis in den Wäschekorb.

Kasimir ist erst einen Herbst bei Sylvia gewesen, daher kann sie noch nicht genau sagen, ob er wirklich aggressiv herbstelt. Er war schon vor seiner offiziellen Herbstsaison sehr aggressiv, als er bei ihr gelandet ist, was vermutlich auch auf die schlechte Haltung beim Vorbesitzer zurückzuführen ist. Zudem hatte er in seiner Übergangs-Pflegestelle leider nicht genug Platz in der Voliere, was auch noch mit reinspielte.
Auffällig war für Sylvia, dass Kasimir vorallem beim notwendigen Erst-Arrest im neuen zuhause sehr ungestüm war, er ist mit voller Wucht gegen die Gitter gesprungen und war sehr aggressiv. Nachdem er aber endlich Auslauf hatte, war er nach wenigen Stunden wie ausgwechselt und super ausgeglichen, was bis heute so geblieben ist. Daher hat Sylvia die Hoffnung, dass er dieses Jahr ohne Aggression in den Herbst starten kann. Wie es auch werden sollte, Sylvia hat da keine Angst und kann gut damit umgehen.

Was sein Schlafverhalten anging, war er im Winter schon deutlich mehr am Schlafen, als nun im Sommer.


Amüsantes rund ums Hörnchen:
  •  Sylvia empfand Hörnchen als etwas lieblos, daher hat sie sich, entgegen ihrer Gewohnheit, dazu entschieden, ihn umzutaufen. Den Namen hat sie aus einem Kinderbuch, in dem ein Ritter von einer Heye verzaubert wurde - welcher natürlich am Ende befreit wurde! Daher empfand Sylvia den Namen als sehr passend
  • Er wird auch gerne mal Spätzchen, kleiner Schatz, Mamas Liebling, Schätzchen, Kasimirus Popirus gerufen, aber am liebsten nutzt Sylvia Zwergnase als Spitznamen
  • Beschreibung des Hörnchens in einem Wort: "Phantastisch!"
  • "Mein Streifi hat eine außergewöhnliche Vorliebe für... Zeitungen!"
  • Eine Geschichte aus dem Nähkästchen: "Hin und wieder erschreckt Kasimir mal die Kaninchen, in dem er ihnen direkt vor der Nase herläuft. Die wissen dann überhaupt nicht, was los ist..."
  • "Wenn es ein Buch oder Film über mein Streifi geben würde, ware der Titel 'Kasimir - keinen Tag ohne mich!' "
  • Der lustigste Moment mit dem Hörnchen: "Wenn bis zum Abwinken Mandelkerne in die Backentaschen gestopft werden!"


Liebesgrüße:
Sylvia: "Ich liebe mein Hörnchen, weil er so einzigartig ist." 

Montag, 1. Juli 2019

Emma - das Hörnchen des Monats Juli 2019

Eckdaten:
  • Name: Emma
  • Alter/Geburtstag: 30.7.2018
  • Geschlecht: weiblich
  • Farbschlag: zimt
  • Gewicht: unbekannt
  • Herkunft: Züchter
  • Haltung: Innenhaltung
  • Wohnhaft in: Rheinland-Pfalz


Zur Nussgeberin:

Emma lebt bei Steffi, ihrem Mann und ihrer Tochter und ist deren zweites Hörnchen. Da Steffi in Teilzeit arbeitet, hat Emma jeden Tag die Möglichkeit, ausgiebig Auslauf zu haben.


Zur Voliere:

  • Höhe: 240 cm
  • Breite: 80 cm
  • Länge: 60 cm

Emma lebt derzeit in einer zu kleinen Voliere, ihr Territorium wird allerdings aktuell umgebaut und erweitert auf ungefähr die doppelte Größe der aktuellen Voliere.
Ihre Voliere ist gekauft, der Preis vor der Erweiterung liegt bei ca. 300 Euro, Einrichtungsgegenstände mitgerechnet.

Ihre Einrichtung besteht aus Ästen, Seilen, Hängematten, diverse Kuschelmöglichkeiten, Buddelkiste mit Kokoshumus, Häuschen, Klo, Kokosmatten, Waldbodeneinstreu und Sand. Zum Nisten nutzt die gestreifte Dame Hanffasern.


Ihre Voliere steht im Wohnzimmer, wo auch der Auslauf stattfindet. Jedes Wochenende reinigt Steffi ihr Klo, einmal im Monat gibt es neuen Sand und Einstreu.

Im Wohnzimmer selbst hat Emma noch einen kleinen Kletterturm.

Nachtrag:
Emmas neues Reich ist nun endlich fertig! Ab heute hat die Dame 80 x 100 x 240 cm für sich!



 

Speiseplan:

Grundlegend bekommt Emma Papageienfutter, zusätzlich gibt es täglich mal hier und da eine Nuss, beispielsweise Haselnüsse, Walnüsse, Cashews oder Pinienkerne. Zudem gibt es täglich frisches Obst, überwiegend Beeren, Trauben, Apfel oder was sich sonst mal überraschend anbietet.
Ihren Bedarf an Proteine deckt die Dame mit Mehlwürmern. Als Extra winken Knabberstangen und Haselnussäste.


Charakter des Hörnchens:

Emma ist aufgrund ihrer kleinen Voliere momentan sehr aggressiv und angespannt, was sich aber hoffentlich bald geben wird, wenn sie mehr Freiraum hat. Sie kuschelt gerne mit ihrem Plüschhasen, außerdem buddelt und bunkert sie sehr gerne. Zu Beginn war sie bei Steffi sehr zahm, aktuell zwickt sie und bekundet ihren Unmut.


Die kleine Dame ist eine anspruchslose Esserin, ihr mundet alles, was es so für Hörnchen gibt. Am liebsten spielt und kuschelt sie mit ihrem Hasen oder mit einem Kuschelschuh, auch nagt sie gerne mal hier und da ein bisschen an Holz.


In der Voliere sitzt sie gerne auf einem Holzblock, im Wohnzimmer turnt sie überall mit Begeisterung herum.


Emma hat keine Angst vor dem Staubsauger, erschreckt sich aber durchaus mal, wenn etwas herunterfällt.


Das Hörnchen im Frühling/Sommer:

Zwitschern ist genau ihr Ding, Emma gibt auch mal einige Stunden lang Konzerte.

Eigentlich kann Emma täglich Auslauf bekommen, aufgrund ihrer Aggressivität ist es aus Sicherheitsgründen für alle derzeit etwas minimiert, damit niemand zu Schaden kommt. Je nachdem, wie sie gestellt ist, fällt der Auslauf aus.

Emma gehört zu der schläfrigen Sorte, sie steht zwar früh um 6 Uhr auf, aber ihr Tag endet meist um 16 Uhr. Manchmal hat sie um 19 Uhr nochmal eine Wachphase und ist aktiv.


Das Hörnchen im Herbst/Winter:

Natürlich bunkert auch Emma gerne und viel und das überall. Wenn der Herbst für sie ausbricht, wird sie hektisch und auch bissig. Hier hat sich ihr gegenüber bewährt, keine Angst zu zeigen, außerdem sollten Hände und Füße geschützt sein. Für Steffi ist der Umgang dann nicht ganz so leicht, daher übernimmt ihr Mann die führende Rolle, der dabei entspannt bleiben kann. In dieser Zeit bekommt Emma Auslauf im Schlafzimmer, in Begleitung von Steffis Mann, in der Zwischenzeit kümmert sich Steffi um die Reinigung der Voliere und das Futter.

Bis jetzt hat Emma keinen Winterschlaf gehalten und ist auch in der kalten Jahreshälfte täglich wach.


Amüsantes rund ums Hörnchen:
  • Den Namen hat Emma von Steffis Tochter erhalten, gerne wird sie auch mit Emmi oder Emmilein angesprochen
  • Beschreibung des Hörnchens in einem Wort: "Verrückt"
  • "Mein Streifi hat eine außergewöhnliche Vorliebe für... Eiswürfel!"
  • Eine Geschichte aus dem Nähkästchen: "Sie klettert immer die Bilderrahmen entlang, außerdem findet sie kraulen am Po ganz toll, wenn sie rollig ist und sie wäscht ihre Hände in ihrem Trinkwasser."
  • "Wenn es ein Buch oder Film über mein Streifi geben würde, wäre der Titel 'Kleine Zicke Emma' "
  • Der lustigste Moment mit dem Hörnchen: "Wenn sie die Finger ableckt."

Liebesgrüße

Steffi: "Ich liebe mein Hörnchen, weil sie auch sehr goldig sein kann."